Am 1. März 2026 lud Landesgruppenzuchtwart Hermann Wahl zur kombinierten Fortbildung für Züchter, Zuchtinteressierte und Zuchtwarte in die Ortsgruppe Hohenroda ein
Mit insgesamt 49 Teilnehmern war die Veranstaltung hervorragend besucht. Besonders erfreulich: Erstmals wurde die Schulung gemeinsam mit den Hundefreunden aus der Landesgruppe Thüringen durchgeführt, die etwa die Hälfte der interessierten Teilnehmer stellte – ein starkes Zeichen für die überregionale Zusammenarbeit im Sinne der Rasse.
Ein besonderer Dank gilt dem Team der OG Hohenroda um Gary für die gewohnt gastfreundliche Aufnahme und die Bereitstellung der optimalen Infrastruktur.
Zuchtrichter, Körmeister und Züchter „von der Zenteiche“ Christoph Ludwig referierte über die Anfänge der Schäferhundezucht, wie sich die Zucht im Laufe der Zeit gewandelt hat und welche Ansprüche gestellt wurden und werden. Als Beispiel nannte bzw. zeigte er ein Bild eines mehrmaligen Siegers der Bundessiegerzuchtschau und verglich diesen mit den heutigen Ausleserüden. Der Standard, der ja schon von Rittmeister Stephanitz festgelegt wurde, soll ja den optimalen Hund darstellen, der aber niemals ganz, sondern nur annähernd erreicht werden kann.
Da die Veranstaltung auch dazu dienen sollte, einen Hund von seinem Aussehen und seiner Bewegung her zu beurteilen, ging er auf die verschiedenen Körperregionen ein, wie sie aussehen sollten und wie sie miteinander wirken. Auch das richtige Verhältnis Größe und Länge mit der Auswirkung auf die Bewegung wurde erörtert. Er zeigte auch Fehler der Zucht auf und gab Hinweise, wie diese wieder korrigiert werden können.
Natürlich liegt auch sehr viel im Auge des Betrachters und dem Geschmack des Zuchtrichters. Dies wurde am deutlichsten bei Hunden aus dem Ausland, die dort gezüchtet werden. Das Auseinandertriften der Zucht in einen Ausstellungsbereich und einen Prüfungsbereich ist dem sportlichen Vergleich untereinander geschuldet und aus seiner Sicht schwer wieder zusammenzufügen. Er stellte aber auch fest, dass der „Markt“ dies entscheidet und jeder Züchter sich sicherlich viele Gedanken über seine Zucht macht, es aber ihm zu überlassen sei, was er für schön und gut empfindet.
Im praktischen Teil der Schulung hatten einige Hundefreunde ihr Tiere zu Verfügung gestellt, damit Christoph zeigen konnte, wie man einen Hund beurteilt, auf welche Details man achten sollte und wo die Unterschiede liegen. Er stellte bei jedem Hund die Vorzüge aber auch die Nachteile dar, obwohl alle Tiere dem Typ Deutscher Schäferhund entsprachen und zumindest optisch auch zuchtgeeignet waren und auch so zu erkennen sind.
Ein herzlicher Dank gilt den Besitzern, die ihre Hunde für diese Demonstration zur Verfügung gestellt haben.
Dass Christoph einen für Züchter und Hundesportler sehr interessanten und abwechslungsreichen Vortrag gehalten hat, konnte man auch daran erkennen, dass sich nur sehr wenige Teilnehmer vor Beendigung der Veranstaltung ausgeklinkt haben. Ganz im Gegenteil, es wurden anschließend sogar noch einige intensive Gespräche geführt.
Lieber Christoph, nochmals herzlichen Dank für diesen abwechslungsreichen und fachlich hochkarätigen Vortrag. Sicherlich konnte jeder Teilnehmer wertvolle Impulse für die eigene züchterische Arbeit mit nach Hause nehmen.
Hermann Wahl
Landesgruppenzuchtwart
Fotos der Veranstaltung gibt es wie immer in unserer Bildergalerie !
